Wirtshaus im Fronhof Wirtshaus im Fronhof

Wirtshaus im Fronhof
Queichtalstr. 40
76855 Annweiler-Queichhambach
Telefon 06346/929176
infowirtshaus-im-fronhof.de

Öffnungszeiten
Mai bis Oktober
ab 11:30 Uhr - durchgehend geöffnet

November bis April
ab 11:30 Uhr - durchgehend geöffnet
Mittwochs Ruhetag

Eynleitung

Gegrüßet seiet Ihr Hochwohlgeborenen und Niederen Leuth. Die Wirtsleuth der Gaststätte Wirtshaus im Fronhof zu Anwillre in Palatina wullten sich im weiten Land bekanntlich machen, alsda riet ihnen ein Technicus Magicus:

"Schreibet eine Botschaft an all die Untertanen und Reisenden in euerm Lande, und ein jedweder auf der Erdenscheibe werde, so er es vermag, den gerichteten Blitz zu bedienen, vermittels dieser Kiste mit Licht, ihn (den Brief, falls Ihro den Anschluss verloren habet) lesen kunnen!"

so sprach er zu ihnen, und so ist es hernach auch geschehen.

Also lasset Euch kundtun von der merkwürdigen Schänke zu Annwillre.

Stellet Euch vor, die Zeit kehrte ins Jahr 1283 zurück, wo Mannsbilder noch solche waren, und Fuhrwerke mit Heu betrieben wurden. In dieser Zeit stand an der Straße zwischen dem Hofe zu Annwillre und Albertswilre, in ein klein Örtlin welches Queich-Hannebach sich nannte, ein Schankhaus, das für jederman, ob Hoch oder Niedergeboren geöffnet hatte, die Bürger nebst Weib, Knechten und Mägden versammelten sich des abends, um von den Meysterköchli verwöhnet zu werden. Die Kelche mit Bier, Wein und Met gut gefüllet, überstanden nur wenige die Nacht, ohne den Misthaufen mindestens einmal besucht zu haben.

Nur das Beste durfte aufgetischt werden, so duftete es von Schwein, Ochse, Wild, allerley Gevogelte, Lachs, Hering und anderen Vischen und vielen anderen Dingen. Das lockte natürlich auch den höchsten Stand, Itzo kam derweilen ein Adliger zur Einkehr, selbiger wollte mit dem teuflischen Instrumantarium, Gabeln essen, was zu großem Gemurrmel über den hiesigen Sittenverfall in der Runde sorgte. Mit Gabeln zu essen? Pfui, Teufel! Man reichte ihm Löffel und Messer, und er mußte speysen wie das einfache Volk.

Sollte jedoch ein Schurke die Zeche prellen wollen, so wurde nie mit Prangerstrafe gespart, auch ein Ritt auf dem Esel, zum Gelächter der anderen, sollte oft seine Strafe sein, derweilen lief das Leben aber ruhig ab. Kleinvolk solche unter 1,20 spielten lebhaft mit dem Viechzeug, das dorte reichlich vorhanden war. Spielleut und Gaukler hielten oft an Frey- und Samstagen Einzug, und so konnte man sich prächtig vom Tagwerk erholen. Geöffnet hatte man von der fünften Stunde nach Sonnenhochstand bis weit nach der Geisterstunde. An Sonntagen und Festtagen unseres Herren des gehuldigten Fürsten seyen die Tore sogar schon eine Stunde vor Sonnenhochstand offen.

So kehret ein in diese Schänke, denn wo sonst ist rülpsen und furzen noch Lebensart und die frühere Zeit noch so lebendig wie im Wirtshaus im Fronhof